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Was passiert mit Deutschland?

Ich hätte auch als Titel schreiben können, „Was passiert in Deutschland?“. Was mit Deutschland passiert, wird schon seit vielen Jahren äußerst auffällig von außen bestimmt. Hier sind zu nennen, die EU, Think Tanks wie die Atlantik-Brücke, der IWF und viele andere, deren Namen fast völlig unbekannt ist. Was in Deutschland passiert, bestimmen schon lange nicht mehr Regierung und die etablierten Parteien, sondern ebenfalls Interessengruppen wie die Bertelsmann-Stiftung, Lobbyisten aller Coleur, Konzerne etc. Da das, was mit Deutschland passiert, untrennbar mit dem verbunden ist, was in Deutschland passiert, möchte ich in diesem Beitrag den Versuch wagen, eine Verbindung zwischen beiden herzustellen und dem interessierten Leser, so hoffe ich, neue Sichtweisen nahe zu bringen. Dabei werde ich verschiedene Themen ansprechen, die auf den ersten Blick scheinbar nichts miteinander zu tun haben.

Beginnen möchte ich mit einer interessanten Forsa-Umfrage:

Eine aktuelle Forsa-Umfrage der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW) zeigt: Nur 20 Prozent der deutschen Erwerbstätigen wissen, welche Aufgaben ein Lobbyist oder Public-Affairs-Manager wahrnimmt. 51 Prozent der Befragten kennen die beiden Berufsbezeichnungen nicht. 28 Prozent haben die Berufsbezeichnung zwar schon einmal gehört, könnten aber keine Aufgaben benennen, die dazu gehören. Forsa befragte 1.002 Erwerbstätige im Februar und März 2011.

Forsa-Umfrage:

Dies ist keine repräsentative Umfrage, offenbart jedoch Wissenslücken. Vor einigen Jahren habe ich einen Fernsehbeitrag gesehen, in dem Abiturienten gefragt wurden, was den die Kürzel SPD, CDU, CSU und FDP bedeuten. Kaum einer hat fehlerfrei geantwortet.

Nun kann man darüber streiten, ob diese Wissenslücken bedeutend sind. Worüber man jedoch nicht streiten kann, ist, das dies nur die berühmte Spitze des Eisbergs ist.

Ist Deutschland ein Einwanderungsland?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Betrachtet man die aktuelle Situation, so kann man feststellen, das mehr Deutsche pro Jahr auswandern als Einwanderer kommen. Dies ist nicht nur ein zahlenmäßiges Minus. Es ist vor allem ein qualitativer Verlust. Gut ausgebildete Bürger verlassen Deutschland, weil sie es in diesem Land, aus verschiedenen Gründen, nicht mehr aushalten. Sie sehen hier für sich keine langfristigen Perspektiven. Im Gegenzug strömen gering Qualifizierte ins Land.

Hier lohnt sich ein Blick in die jüngere Geschichte. Eine Geschichte, die besonders interessant für die heutigen 20 – 30jährigen ist.

Unbestreitbar ist, das seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, bis weit in die 90er Jahre, es keine Politik gab, die sich schwerpunktmäßig mit Zuwanderern beschäftigte. Dabei ist Zuwanderer das falsche Wort, weckt es doch die Vorstellung, das sich Menschen in Italien, Spanien, Türkei etc. aufmachten, Deutschland zu besuchen und dabei feststellten, hey, ist ja super hier und blieben. Falsch. Es waren Gastarbeiter. Sie kamen hierher um Geld zu verdienen und einen Teil davon in die Heimat zu ihren Verwandten zu schicken. Diese Geldtransfers sorgten dafür, das in den „schwachen“ Ländern die Binnenkaufkraft wuchs. Doch wie kam es dazu?

Anfang der 50er Jahre zeichnete sich in Deutschland ein Arbeitskräftemangel ab. Bedingt durch die Kriegstoten und Kriegsgefangenen im zweiten Weltkrieg. Dieser Arbeitskräftemangel führte bei gleichzeitig hoher Nachfrage nach Arbeitskräften zu Lohnsteigerungen. Diese Lohnsteigerungen führten in der Folge zu zunehmender Mechanisierung von einfachen Arbeitsabläufen. Doch dies reichte nicht. Es wurde nach billigen Arbeitskräften gesucht. Und hier kommen die Gastarbeiter ins Spiel. Auf die Idee, Arbeitskräfte aus z.B. den o.g. Ländern anzuwerben, kam jedoch nicht die Bundesregierung, sondern die Entsendeländer! Von großen Teilen der Wirtschaft in der Bundesrepublik wurde dies begrüßt. Hatte man doch nun für eintönige, schwere und dreckige Arbeit endlich Billigkräfte.

Italien warb 1953 in der Bundesrepublik für italienische Gastarbeiter. Hauptgrund war, die eigene Arbeitslosigkeit zu senken, aber auch, um die Handelsbilanz mit der Bundesrepublik annähernd auszugleichen. Zwischen 1955 und 1969 wurden mit folgenden Ländern aus ähnlichen Gründen Abwerbeabkommen getroffen: Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Marokko, Tunesien Portugal und Jugoslawien.

Im Prinzip ist dagegen auch nichts zu sagen. Aber eben nur im Prinzip. Hier hätte schon ein Regulativ einsetzen müssen.

Im Jahr der Ölkrise, 1973, wurde ein Anwerbestopp verhängt. Die Anwerbung von Gastarbeitern hatte für die Wirtschaft unbestreitbare Vorteile, weil erheblichen Einfluss auf das Lohnniveau für einfache Tätigkeiten ausgeübt wurde. Die aktuelle Diskussion über den angeblichen Fachkräftemangel zeigt es wieder deutlich. Obwohl wir in Deutschland ca. 1,5 Millionen BürgerInnen ohne Berufsabschluß haben, wird nach Fachkräften aus dem Ausland gerufen. Wie blöde ist das denn? Hier wird doch eines ganz deutlich. Deutsche Betriebe scheuen die „Kosten“ einer Ausbildung und wollen die „Eierlegende Wollmichsau“ aus dem Ausland. Was aber keine Lösung ist, sondern im Detail das Problem verschärft.

1973 wurde eine folgenschwere Entscheidung getroffen, nämlich das Kindergeld von nicht in Deutschland lebenden Kindern der Gastarbeiter abzusenken. Daraufhin erfolgte eine Zuzugswelle. Ein Kardinalfehler und ein deutliches Zeugnis der Kurzsichtigkeit unserer Politiker. Dieses Kindergeld für im Ausland lebende Kinder war gut angelegt. Ist es doch klar, das dies eine Stärkung der Binnenkaufkraft darstellt. Aber nein, unsere „klugen“ Politiker mussten das Kindergeld absenken. Mit der Folge, das mit dieser Zuzugswelle auch Bildungsplätze (Schulen) und Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden mussten!

Die Rolle der Gastarbeiter wurde von Anfang an zeitlich begrenzt gesehen. Man ging davon aus, das diese nach wenigen Jahren in ihr Heimatland zurückkehren würden. Deswegen gab es keinerlei Anstrengungen zur Integration. Integration (Sprache, Bildung, Kultur) hätte ja bedeutet, das sie eventuell hier bleiben. Hier haben die Politiker komplett versagt, aber nicht nur in diesem Bereich.

Dieser kurze Ausflug in die Geschichte zeigt mal wieder, das kurzfristige Profitinteressen der Wirtschaft, gepaart mit der Sicht des Politikers auf den nächsten Wahlkampf und damit verbunden mit dem Willen zum Machterhalt, (also eine gegenüber der Gesamtbevölkerung kleinen Gruppe) das gesellschaftliche Leben in allen Bereichen dominieren kann.

Quantitativ gesehen ist Deutschland kein Einwanderungsland, qualitativ schon. Wobei hier noch beachtet werden muss, das die deutsche Außenpolitik und Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte dazu geführt hat, Despoten zu stabilisieren, obwohl absehbar war und ist, das dies nicht auf Dauer funktionieren kann (z.B. Tunesien).

Es gäbe noch einiges dazu zu schreiben, möchte es aber bei dem geschriebenen bewenden lassen und zu einem neuen Thema kommen.

In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts waren Begriffe wie Leiharbeiter, Tafel, Generation Praktika, Ein-Euro-Jober, Kinderarmut, Altersarmut, Aufstocker und Niedriglöhner völlig unbekannt.

Fatale Entwicklung seit den achtzigern

Die Binnenkaufkraft wird weiterhin, dank der Lobbyisten, geschwächt werden.
Geiz ist geil. Das sagen sich auch die Arbeitgeberverbände und mahnen seit Jahrzehnten zu Lohnzurückhaltung. Natürlich nur wegen der Arbeitsplätze.

Die Gewerkschaften haben sich selber überflüssig gemacht. Sie sind kein ernst zunehmender Gesprächspartner mehr. Ein Auslaufmodell.

Ausbildung kostet Geld. Das haben sich die Kultusministerien seit vielen Jahren gespart. Die Unternehmen ebenso. In einzelnen Bereichen mag es tatsächlich einen Fachkräftemangel geben. Diesen will man nun dadurch beheben, in dem man Fachkräfte aus Spanien und Portugal anwirbt. Billigkräfte. Die Ausbildung dieser Fachkräfte haben andere bezahlt und wegen dem Lohngefälle zum Herkunftsland kann man diese für einen Niedriglohn gewinnen.

Die alten Rezepte bleiben, es wird nur die Dosis erhöht. Wenn in 10 – 15 Jahren die Babyboomjahrgänge in Rente gehen, werden wir ein bislang unvorstellbares Maß an Altersarmut erleben.

Unser Bildungssystem ist so marode, wie ein von Holzwürmern zerfressener morscher Schiffsbalken. Es werden lebende Datenbanken produziert. Faktenhersager. Selbständiges Denken und Kreativität werden durch Lehrpläne, die sich Sesselfurzer ausdenken, erstickt. Wer nicht „funktioniert“, wird mit Medikamenten vollgestopft.

Ritalin heißt die Wunderwaffe gegen hyperaktive und aufmerksamkeitsgestörte Kinder. Allein in Deutschland stieg die Absatzmenge des Psychopharmakons von 1995 bis 1999 um das Vierzigfache. Inzwischen aber werden die warnenden Stimmen immer lauter

Ein Medikament macht Karriere. Der Verkauf von Methylphenidat boomt in Deutschland vertrieben unter dem Namen „Ritalin“. Methylphenidat ist ein Amphetamin ein Aufputschmittel. Darum darf es hierzulande nur auf Rezept verschrieben werden.

Psychologie Heute

Viele Schüler verlassen als Halbanalphabeten die Schule. Ausbildungsplätze sind Mangelware. Ausbildungsbetriebe bezeichnen oft die Schulabgänger als nicht ausbildungsfähig. Sie beherrschen angeblich nicht einmal die Grundrechenarten.

Wenn ich mir die Ergebnisse von 50 Jahren Finanz- und Steuerpolitik anschaue, scheint es, das dies ein altes Problem ist.

Seit Helmut Kohl steht nicht mehr das Wohl des Volkes im Vordergrund, sondern Konzerninteressen und der psychopathische Zwang zum Machterhalt.

Wie Hausschwämme kleben sie an ihren Stühlen. Belügen die BürgerInnen mit geschönten Statistiken. Erzählen von Jobwunder und XXL-Aufschwung und merken schon seit langem nicht mehr, das die Zahl der Gläubigen, die mit offenem Mund und aufgerissenen Augen diesen Märchen lauschen, immer weniger wird.

Diese Schmierenkomödie führt nur dazu: Wohlstand für wenige, Armut für viele. Wohin das führt, sieht man an Tunesien und Ägypten.

Die Erfahrungen aus der Geschichte zeigen eindeutig, dass, wenn diese Entwicklung anhält, es dazu führt, das bis auf ganz wenige alle verlieren. Was volkswirtschaftlich schädlich ist. Da aber weder bei unseren “Experten” und schon gar nicht bei unseren Politikern Sachverstand existiert, werden wir alle wohl oder übel die Suppe auslöffen müssen.

Nicht nur die Rentenkasse wurde geplündert, auch die Treuhandanstalt war eine staatliche Betrugsanstalt. Der Privatisierungswahn hat nicht nur Wasserwerke oder kommunale Energieerzeuger erwischt, sondern auch schon Autobahnen und sogar Gefängnisse. Die Reise wird weitergehen. Das Sozialversicherungswesen, vor allem die Krankenkasse, ist das nächste Opfer.

Von der Öffentlichkeit bislang unbemerkt, ist auch das Bildungssystem, dank Bertelsmann-Stiftung, schon auf der Liste.

Der Rankingwahn geht schon seit Jahren um und macht auch vor Kindergärten nicht halt.

Der CO2-Irrsinn

Anfang der achtziger Jahre machte ein Thema enorme Schlagzeilen. Das Waldsterben. Für das Jahr 2000 wurde prognostiziert, das es praktisch keinen Wald mehr in Deutschland geben wird. Wie man mit eigenen Augen sehen kann, haben sich die „Experten“ gewaltig geirrt.

Das Waldsterben wurden anschließend von dem menschengemachten Ozonloch abgelöst. Angeblich sollen FCKWs dieses Ozonloch verursacht haben. Daraufhin wurden FCKWs verboten. Eine im Jahr 2002 bei Science veröffentlichte Untersuchung kommt zu einem ganz anderen Ergebnis. Danach ist das Ozonloch auf bislang noch nicht verstandene Wechselwirkungen in der Atmosphäre zurück zu führen.

Als auch das Ozonlochthema ausgelutscht war, kam das CO2 aufs Tablett. Die menschengemachte Erderwärmung war erfunden. Klimaastrologe Al Gore tingelte mit seiner Show durch die Länder und die Medien haben die Lügengeschichte dankbar aufgenommen und weiter verbreitet.

Bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis in Form eines wissenschaftlichen Experiments, das die These von der durch CO2 verursachten Klimaerwärmung stützt. Die Bundesregierung hat für 2011 ca. 470 Millionen Euro für die Klimafolgenforschung zur Verfügung gesellt. Diese Summe teilen sich einige Forschungsinstitute.

Zum Thema Klimaerwärmung habe ich schon zahlreiche Beiträge geschrieben. Bei Interesse stelle ich gerne eine Linkliste zum Thema zusammen. Deswegen sei hier nur auf einen Beitrag verwiesen.

Dies ist ein wichtiger Moment in der Geschichte der Wissenschaft. Ich würde diesen Brief als etwas beschreiben, dass einen ähnlichen Stellenwert besitzt wie die 95 Thesen welche Martin Luther an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt hat. Es erscheint angemessen diesen Brief in voller Länge in jedem Blog in dem Wissenschaft diskutiert wird zu publizieren.

Diese Worte schrieb Anthony Watts auf seiner Website Watts up with that. Und nachdem ich den betreffenden Brief gelesen habe kann ich Herrn Watts nur zustimmen.

Aber worum geht es eigentlich?

Die American Physical Society ist eine altehrwürdige Gesellschaft mit über 100jähriger Geschichte. Sie beschreibt sich selbst als „führende Stimme der Physik und maßgebender Quelle physikalischer Informationen für den Fortschritt in der Physik und zum Wohl der Menschheit“. Dieser Gesellschaft gehörte bislang auch Dr. Harold (Hal) Lewis, emeritierter Professor für Physik an der University of California in Santa Barbara an. Gehörte, weil er nach 67jähriger Mitgliedschaft ebendiese jetzt aufgekündigt hat.

Grund für seinen Rückzug ist die Stellungnahme der American Physical Society zur globalen Erwärmung aus dem Jahr 2007, welche im April dieses Jahres noch durch eine Kommentierung ergänzt wurde. Es waren wohl die Art und Weise, wie diese Stellungnahme zustande gekommen ist und auch der Inhalt dieser, und der Umgang der APS mit Kritikern, die Professor Lewis zu seinem Rücktritt bewogen haben. Aber lesen sie selbst, was Hal Lewis zur Begründung seines Schrittes schreibt.

Der Klimawandel „ist der größte und erfolgreichste pseudowissenschaftliche Betrug den ich in meinem langen Leben als Physiker gesehen habe“

Die Energiewende

Am 1. April 2000 trat eines der dümmsten Gesetze in Kraft, die Rot-Grün jemals geschaffen haben. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG. Dieses Subventionsungeheuer zu Lasten der BürgerInnen soll „im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte verringern, fossile Energieressourcen schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien fördern. Es dient somit insbesondere dem Klimaschutz und gehört zu einer ganzen Reihe gesetzlicher Regelungen, mit denen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle und Kernkraft verringert werden soll. So schreibt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz eine Nutzung von erneuerbaren Energien bei der Wärmeerzeugung vor und das Biokraftstoffquotengesetz ihre Verwendung im Verkehrsbereich. Das deutsche EEG gilt als Erfolgsgeschichte des Modells der Einspeisevergütung und wurde von 47 Staaten als Vorbild für ihre eigenen Förderinstrumente herangezogen.“

Allein die Photovoltaik wurde von 2000 bis heute mit ca. 110 Milliarden Euro subventioniert und liefert gerade mal lächerliche 0,8 % des gesamten Strombedarfs. Die Abnicker im Bundestag spielen schon seit vielen Jahren nur noch eine Statistenrolle. Die eigentlichen Entscheidungen werden im kleinen Kreis hinter verschlossenen Türen gefällt, die vorher von Lobbyisten aufbereitet wurden.

Der „6-Punkte-Plan“ von Schwarz-Gelb sieht eine massive Zunahme der Förderung von Windkraft vor. Windenergie ist nach Photovoltaik die unrentabelste Form der Energieerzeugung. Mit dieser werde ich mich in einem gesonderten Beitrag beschäftigen.

Zur Energiewende gehört auch der Einsatz von Biotreibstoffen wie dem E10. Vor einigen Wochen habe ich eine offene Email an Herrn Röttgen geschrieben, die bis heute nicht beantwortet wurde.

Sehr geehrter Herr Minister,

neben der Tatsache, dass Millionen PKW diesen Treibstoff nicht vertragen und die Möglichkeit, dass E10 taugliche Fahrzeuge bei Verwendung dieses Treibstoffes wahrscheinlich einen stärkeren Verschleiß des Motors haben, gibt es weitere handfeste Gründe die gegen einen Einsatz sprechen.

Welche Vorteile sind mit dem Biotreibstoff E10 verbunden und sind diese wissenschaftlich abgesichert?

Ist Ihnen bekannt, das mehr Biotreibstoff gegenüber herkömmlichen Treibstoff benötigt wird um die gleiche Fahrleistung zu erzielen?

Ist aus Ihrer Sicht die Produktion von Treibstoffen aus Lebensmitteln sinnvoll, wenn gleichzeitig ca. 50 % der Weltbevölkerung unterernährt sind?

Vor zwei Jahren veröffentlichte David Pimentel, Professor für Ökologie und Landwirtschaft an der Cornell University in New York, mit Kollegen eine Studie in der Fachzeitschrift „Human Ecology“ mit dem Titel: „Food Versus Biofuels: Environmental and Economic Costs“. Ist Ihnen diese Arbeit bekannt?

Sie kamen zu dem Ergebnis, das für die Umwandlung von Getreidearten in Treibstoff mehr Energie benötigt wird als tatsächlich als Treibstoff produziert wird.

Die Forschungsarbeit belegt eine negative Energiebilanz von minus 46 Prozent für Maisethanol, minus 50 Prozent für Switchgrass (Rutenhirse), minus 63 Prozent für Sojabohnen-Biodiesel und minus 58 Prozent für Rapsöl. Selbst die vielversprechende Palmölproduktion ergibt einen Nettoenergiegewinn von minus acht Prozent.

Es wird zur Produktion einer Einheit Biotreibstoff mehr fossile Energie benötigt als Energie in Form von Biotreibstoff zur Verfügung gestellt wird.

Deswegen sieht auch die CO2-Bilanz von Biotreibstoffen sehr schlecht aus.

Diese erneuerbaren Energien sind nicht nur ineffizient, sondern auch wirtschaftlich kostenaufwändig und belastend für die Umwelt und nicht annähernd so produktiv wie erwartet, so die Forscher um David Pimentel.

Der Einsatz von Biotreibstoff um sich vom Erdöl unabhängig(er) zu machen ist also ein Trugschluß.

Schließen Sie sich dieser Meinung an?

Auf der Webseite des BMU zum Thema E10 steht:

„Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz und bei der Energieversorgung: Im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen verursachen die heute verwendeten Biokraftstoffe weniger Treibhausgase und verbrauchen geringere Mengen vom immer knapper werdenden Erdöl. Das trägt dazu bei, die weltweiten Erdölvorkommen zu schonen. Gleichzeitig sinkt die Abhängigkeit vom Erdöl, das oftmals aus politisch instabilen Ländern importiert wird.“

Diese Darstellung ist falsch.

So kommt auch Prof. Pimentel in seiner Studie zu der Erkenntnis, dass sich die USA ironischerweise stärker vom Öl abhängig machen und nicht weniger, wie dies durch die Produktion von Biotreibstoffen beabsichtigt war.

Eine Studie der Europäischen Kommission, „Global Trade and Environmental Impact Study of the EU Biofuels Mandate „ vom März 2010 kommt übrigens zu ähnlichen Ergebnissen wie Prof. Pimentel.

Ist Ihnen diese Studie bekannt?

Noch kurz angemerkt sei die Tatsache, dass Ethanol kein Mineralöl ist. Wie verhält sich dies nun mit der Mineralölsteuer?

Ich vermag keinen vernünftigen Grund, der für die Einführung von Super E10 spricht, zu erkennen.

Jeder Autofahrer, der auf Super E10 verzichtet, ist in meinen Augen ein aktiver Umweltschützer und verhindert eine noch stärker zu werdende Nahrungsmittelknappheit.

Ihrer Antwort sehe ich mit großem Interesse entgegen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Abzockmodell Grüne Gentechnik

Die Hauptargumente der Hersteller und Fans von gentechnisch veränderten Pflanzen und Saatgut lauten:

– Bekämpfung des Hungers in der Welt durch größere Erträge
– weniger Einsatz von Pestiziden und Herbiziden

Zahlreiche Studien belegen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Man hat sogar neue Probleme geschaffen. Eines davon ist das Superunkraut.

1995 wurden in Kanada transgene, herbizidresistente Rapssorten zugelassen. Der grossflächige Anbau der herbizidresistenten Raps-Sorten bewirkte, dass herbizidresistenter Durchwuchsraps (d.h. Rapspflanzen, die als Folge des Überlebens von Rapssamen in Folgekulturen wieder heranwachsen) und mehrfachresistenter Raps (d.h. Rapssorten, die nach der Übertragung von Genen aus anderen Sorten neue und damit mehrfache Resistenzen gegen Unkrautvertilgungsmittel ausgebildet haben) in Kanada eine Realität sind. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis der Verbrauch an Unkrautvertilgungsmittel wegen Gentech-Pflanzen stark ansteigt, da es immer mehr erforderlich wird, die neu entstandenen „Superunkräuter“ mit Unkrautvertilgungsmitteln zu bekämpfen.

gentechnologie.ch

Dieses Problem ist seit mindestens 17 Jahren bekannt. Doch die für die Risikofolgenabschätzung zuständigen Mitarbeiter bei der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sind entweder Schlafmützen oder von der Gen-Lobby gekauft.

Man könnten nun dieses Unkraut als lästige Nebenwirkung der Gentechnik abtun, doch dann übersieht man die Brisanz die darin steckt.

Gentechnisch veränderter Raps brachte unerwünschten GV-Wildsenf hervor

In Großbritannien werden derzeit keine gentechnisch veränderten Pflanzen (GVO) kommerziell angebaut. Allerdings zeigte eine groß angelegte Feldstudie auf der Insel bereits negative Auswirkungen von herbizidresistenten GVOs auf die Biodiversität. Weniger Wildkräuter und weniger Insekten bei HR-Raps und HR-Rüben, so das ernüchternde Ergebnis. Und – obwohl es kaum ein Wissenschaftler für möglich gehalten hätte – fand sich jetzt sogar ein Superunkraut, das bei diesen – inzwischen beendeten – Freilandversuchen mit herbizidresistentem Raps entstanden war. Das Erstaunliche: Der Wildsenf enthält das Genkonstrukt des herbizidresistenten Raps.

…..

Das Ergebnis erstaunt, zumal eine Auskreuzung auf entfernt verwandte Arten selbst von Gentech-Kritikern als relativ unwahrscheinlich eingestuft wurde. So schreibt Daniel Ammann von der kritischen Schweizerischen Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG) noch 2003 in einem Fact Sheet zur Unkrautproblematik bei HR-Raps, dass der „Pollenflug auf verwandte Wildkräuter bisher noch nicht festgestellt werden“ konnte. Die Befürchtung bestehe aber, dass sich transgene Sorten die Herbizidresistenz auf verwandte Wildpflanzen übertragen, „womit die Wildpflanzen zu schwer kontrollierbaren Unkräutern würden“, so Ammann.

Diese Gefahr sieht auch der britische Wissenschaftler Brian Johnson. Gegenüber dem Guardian betont Johnson, der auch dem unabhängigen Expertengremium angehört, welches die englischen Feldversuche beaufsichtigt, die Signifikanz der jüngsten Entdeckung. Einmal genetisch verändert, könnte sich der ungewollt entstandene Wildsenf schnell ausbreiten:

TP

So, so. Man ist erstaunt und überrascht, mit solchen Folgen hat niemand gerechnet. Das belegt doch ganz deutlich, das diese Pfuscher nicht wissen was sie tun.

Die Versprechen der Gentechnik-Industrie sind groß: Mit der Ausweitung des Gentechnik-Anbaus sollen höhere Erträge für die Bauern erzielt und die Umwelt mit weniger Spritzmittel belastet werden. Die Umweltorganisation Global 2000 zeigt nun erneut auf, dass das Gegenteil der Fall ist: Der Anbau von Gentechnik-Soja und -Baumwolle bringt den Landwirten in den USA zunehmende Schwierigkeiten. Das Problem liegt auf der Hand: Zwar sind die Pflanzen gegen Unkrautvernichtungsmittel durch gentechnische Verfahren resistent. Die Anwendung mit den Spritzmitteln soll dadurch vereinfacht werden. Doch auch Unkräuter wie die Pflanze Amaranthus Palmeri bilden bei immer gleicher Anwendung Resistenzen gegen das Monsanto-Gift Roundup. Dieses muss deshalb umso öfter auf die Felder gebracht werden: Mittlerweile sechs bis acht Spritzungen sind nötig, um die resistenten Unkräuter in Schach zu halten – eine enorme Belastung für die Umwelt. „Obwohl Monsanto in wissenschaftlichen Kreisen zu gibt, dass die Unkräuter auf den Gentech-Äckern außer Kontrolle sind, wird den Farmern weiterhin das Märchen von den mit Gentechnik erzeugten Wunderpflanzen erzählt.

Keine Gentechnik

Doch damit ist die Problemkette noch nicht zu Ende. Dies sollte jedoch ausreichen, um den Gendreck ein für allemal zu verbieten und die Hersteller mit saftigen Schadenersatz- und Strafzahlungen zu überziehen, das den Aktionären die Augen tränen.

Unseren Politikern ist das seit Jahren bekannt, sie handeln aber nicht.

Die Unkrautbekämpfung in der Landwirtschaft wird immer schwieriger: Herbizidresistenzen nehmen weltweit und in Deutschland zu. Das bestätigt die Antwort der Bundesregierung auf die SPD-Anfrage zu sogenannten Superunkräutern. In den USA hat das Problem inzwischen dramatische Ausmaße. Laut Bundesregierung besteht ein „ursächlicher Zusammenhang“ mit dem dort stark angestiegenen Anbau herbizidtoleranter gentechnisch veränderter Kulturpflanzen.

Seit den 1980er Jahren verschärft sich die Situation: Bisher ist bei 197 Unkrautarten eine Herbizidresistenz aufgetreten. In Deutschland ist die Gefahr einer Resistenzbildung nach Meinung der Bundesregierung noch begrenzt.

SPD-Fraktion

Dramatische Ausmaße ist noch untertrieben. In den USA sind schon riesige Anbauflächen wegen dieser Unkräuter landwirtschaftlich nicht mehr nutzbar!

Superunkraut verwüstet Monsanto-Felder

Ein „Superunkraut“, welches immun gegen das von Monsanto hergestellte Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ ist, verbreitet sich immer mehr in den Baumwoll- und Sojafeldern Amerikas. Über 400 Quadratkilometer sind bereits mit dem „Pigweed“ genannten Unkraut verseucht – zum Teil bestehen ganze Landstriche nur noch aus Pigweed und schon im Jahre 2007 mussten 40 Quadratkilometer Land in Mason County komplett aufgegeben werden.

Was für die Bauern eine Katastrophe ist, könnte eine Hoffnung für die Natur sein: Da die Bauern das Unkraut von Hand ausreißen müssen (was viel Geld kostet), weigern sich immer mehr von ihnen, weiter die genmodifizierten Samen von Monsanto zu verwenden und wechseln zurück zu herkömmlichen Anbau.

Sein

„DIE ZEIT“ schrieb in Ausgabe 13 von 1996 folgendes:

Die neue Mär vom Superunkraut

Schon immer habe man geargwöhnt, manipulierte Gene könnten in die Umwelt entweichen – mit unvorhersehbaren Konsequenzen. „Thomas Mikkelsen und seine Kollegen vom Risö National Laboratory in Dänemark haben nun den Beweis erbracht, daß dies geschehen kann und daß es sehr schnell geschieht.“

Am 8. März veröffentlicht die Frankfurter Rundschau eine Stellungnahme der AgrEvo, die in Deutschland neben Mais und Zuckerrüben auch gentechnisch veränderten Raps freisetzt. Die Ergebnisse der Dänen seien weder neu noch unerwartet, erklärt AgrEvo-Vertreter Gerhardt Waitz. „Und ein Superunkraut entsteht schon gar nicht.“ Die resistenten Pflanzen seien problemlos mit herkömmlichen Methoden zu beseitigen. „Das Arsenal dafür ist längst geschmiedet.“

DIE ZEIT

(Agrevo ist heute Bayer CropScience)

Welche herkömmlichen Methoden zur Beseitigung der Unkräuter meint er? Ausreißen vielleicht? Nein, er meint Agent Orange.
(Militärische Bezeichnung eines Entlaubungsmittels (CAS 39277-47-9), das die USA im Vietnamkrieg großflächig zur Entlaubung von Wäldern und zum Zerstören von Nutzpflanzen einsetzten. Die US-Streitkräfte setzten es im Januar 1965 erstmals im Rahmen der Operation „Ranch Hand“ ein. Da das Herbizid mit 2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin verunreinigt war, erkrankten in Folge mehrere Hunderttausend Bewohner der betroffenen Gebiete, aber auch bis zu zweihunderttausend US-Soldaten.)

In Amerika müsse gegen entstandene Super-Unkräuter bereits Agent Orange eingesetzt werden, das samt seiner Nebenwirkungen aus dem Vietnam-Krieg auf grausame Art bekannt ist.

Schwäbische Zeitung

Und so reiht sich ein Problem an das andere. Zahlreiche Fütterungsstudien belegen überdies, das Genfutter schädlich ist. Noch immer bestreitet die Gen-Mafia den Zusammenhang zwischen Genfutter und toten Kühen. Doch selbst wenn die Gen-Mafia recht hätte, die bisher beschriebenen Nebenwirkungen reichen völlig aus, diesen Gendreck zu verbieten.

Hier noch etwas interessantes.

Auf einem Informationsabend in Pfaffenhausen warnt ein Landwirt aus Hessen vor dem sorglosen Einsatz von gentechnisch verändertem Mais. Seine ganze Tierherde ist an den Folgen qualvoll verendet. Von Johann Stoll

Genmais: Der Tod einer ganzen Kuhherde

Unbekannte DNA in Gen-Soja von Monsanto entdeckt

Belgische Wissenschaftler haben unbekanntes Erbgut in RoundupReady-Sojabohnen (RR) der Firma Monsanto gefunden. Dies geht aus einer heute in der Zeitschrift European Journal of Food Research and Technology veröffentlichten wissenschaftlichen Studie hervor. Die Wissenschaftler stießen auf ein 534 Basenpaare langes DNA-Stück, dass mit keiner bekannten Erbsubstanz von Pflanzen übereinstimmt. Bisher weiß niemand, was dies für Erbgut ist.

Innovations-Report 2001

So viel zur Berechenbarkeit der Risikofolgen. Diesen „Wissenschaftlern“ gehört das Handwerk gelegt. Oder würden Sie eine Kalaschnikov AK-47 in den Händen eines Schimpansen belassen?

Es gibt noch zahlreiche Themenfelder die kritisch zu beleuchten sind (EU, Euro, Steuer- und Finanzpolitik, Gesundheitswesen etc.).

Die hier kurz angesprochenen Themen und mit ihnen verbundenen Probleme machen deutlich, dass die repräsentative Demokratie in der Krise steckt.

In „Die Krise der repräsentativen Demokratie“ schreibt Arno Klönne:

Die diskutierende und planende Vorbereitung von Gesetzeswerken, die tief in die gesellschaftlichen Strukturen eingreifen (Beispiel: Die „Hartz“-Gesetze) wird dem Parlament entzogen, das damit eine seiner Kernaufgaben verliert. In der Verfassung gar nicht vorgesehene und demokratisch nicht legitimierte Kommisssionen, Beiräte etc., vernetzt mit Beraterfirmen, entwickeln strategische Politikkonzepte, die dann von den Fraktionen der Regierungskoalition im Bundestag abgesegnet und unter Umständen von den Stäben der Oppostionsparteien per Bundesrat korrigiert werden. Eine gesellschaftspolitische Debatte im Wechselspiel von Parlament und Öffentlichkeit, die in die gesetzgeberischen Vorgänge wirklich eingreifen könnte, wird dadurch vereitelt. Das Ritual der Prominentendiskussionen in den TV-Talkshows bietet hier keine Kompensation, es lenkt nur ab von dem Mangel an öffentlicher demokratischer Willensbildung.

Unsere Demokratie bedarf dringend einer Weiterentwicklung. Ein Schritt dazu ist die Einführung von bundesweiten Volksentscheiden. Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift mit, dieses Ziel zeitnah zu erreichen. Besten Dank!
Unterschriftensammlung für bundesweite Volksentscheide

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Was passiert mit Deutschland?

  1. „Unsere Demokratie bedarf dringend einer Weiterentwicklung.“
    da diese de facto bereits abgeschafft ist, hilft da keine weiterentwickling. einführung wäre passender.

    „Unterschriftensammlung für bundesweite Volksentscheide“

    im prinzip schon, allerdings zeigen hamburg und stuttgart deutlich auf, wie so etwas enden kann.

    Verfasst von landbewohner | Januar 27, 2012, 10:08 am

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